Vorsicht vor falschen Preisauszeichnungen mit Lebensmittel-Einzelhandel!

Selbst manche großen Lebensmittel-Einzelhändler sind davor nicht gefeit.

Spricht man sie an, so erklären sie die Auszeichnung als Versehen. Allerdings gibt es auch Händler, bei denen man den Eindruck nicht loswird, dass sie es nachgerade darauf anlegen.

Da gibt es eiondeutig falsche Preisauszeichnung am Regal und sogar entlarvend den Hinweis: Es gilt der „Preis auf dem Produkt“, bei dem es sich um eine unverbindliche Herrsteller-Preisausrecihnung handelt.

Wer als Kundin oder Kunde nicht genau hinschaut und entsprechend aufpasst, lässt sich täuschen. Kassierinnen und Marktleiter sind unisono anscheinend inzwiscxhen geschult, um solche „Irrtümer“ dann auch noch zu rechtfertigen.

Als Balsam versprechen sie äußerst professionell in einem solchen Fall dem scheinbar übererregten Kunden, dass sie eine entsprechende Korrektur „sofort“ vornehmen.

Da darf sich dann niemand wundern, wenn es bei dem Versprechen bleibt, gottseidank, der Kunde ist ja weg und kommt garantiert erst wieder, wenn er sich beruhigt hat.

Things must going on.

Und: Professionalität siegt bei dieser Rechtslage über Verbraucher, denn der Händler ist nachtürlich formal im Recht und die Täuschungsabsicht kann ihm eh keiner beweisen.

Drittanbietersperre – das brauche ich doch nicht!

In Deutschland ist das Kundenvertrauen in das Geschäftsgebaren großer Mobilfunkkonzerne groß. Versprechen von Mobilfunkanbietern wie:

„Bei uns gibt es keine unseriösen Drittanbieter!“

gibt es schon seit Jahren.

Die Realität sieht anders aus. Die Eingabe entsprechender Suchbegriffe bei Google fördert rasch zu Tage, dass die Geschädigten unseriöser Drittanbieter in Deutschland in die Hunderttausende gehen.

Natürlich gibt es auch seriöse Drittanbieter und sie werden immer mehr, denn das unkomplizierte Zahlen per App ist für viele zufriedene Kunden ein Weg, meist kleinere Beträge problemlos zu zahlen. Und mit dem sich abzeichnenden Ende der „Kostenlos-Kultur“ im Internet werden es immer mehr.

Unseriöse Drittanbieter segeln im Windschatten ihrer seriösen Wettbewerber und manche Mobilfunkkonzerne schauen nur zu.

Es gibt bei den Mobilfunkanbietern Listen ihrer Drittanbieter, sie sind sehr aufschlussreich. Es lassen sich regelrechte Kriterien aufstellen für unseriöse Drittanbieter, da ist deren Kreativität noch ähnlich gering wie beim Phising.

Bei nicht wenigen Mobilfunkanbietern besteht der deutliche Eindruck, dass sie selbst gegen unseriöse Drittanbieter nichts zum Schutz ihrer Mobilfunkkunden unternehmen und auch ihre Verbindung zum Drittanbieter selbst dann nicht kappen, wenn sie deutliche Indizien haben, dass es sich um einen unseriösen Drittanbieter handelt,

Verstoßen einige Mobilfunkanbieter gegen das Geldwäschegesetz?

Die Lippenbekenntnisse gibt es schon länger, geändert hat sich wenig. Sowohl die Politik als auch der Verbraucherschutz durch öffentliche Stellen hat bisher massiv versagt.

Zu gerne kassieren manche Mobilfunkanbieter von unseriösen Drittanbietern einen Teil der erlangten Gelder und weisen im selben Atemzug darauf hin, dass sie mit ihren Geschäftspartnern keine gemeinsamen Geschäfte machen.

Bei einigen der größeren Mobilfunkanbietern wird Compliance entgegen anderslautenden Bekundungen schlicht ignoriert. Wirtschaftsprüfer müssten diesen Mobilfunkunternehmen eigentlich das Testat verweigern, weil diese kein wirkungsvolles Compliancesystem aufgebaut zu haben.

Nach wie vor gibt es Mobilfunkunternehmen, die die eigenen Compliancevorschriften anscheinend konsequent ignorieren.

Wann eröffnet die erste mutige Staatsanwaltschaft das erste Ermittlungsverfahren gegen ein Mobilfunkunternehmen wegen Beteiligung an den Taten ihrer Geschäftspartner. Schon allein die Eröffnung des Ermittlungsverfahrens und die wohl nach einigen Jahren nachfolgende Einstellung gegen Geldauflage und Erlösabschöpfung würden reichen, um ein Geschäftsgebaren der Mobilfunkanbieter zu verhindern, das sie sehenden Auges ins Abseits bringt und ihren Endkunden viel Geld verlieren lässt.

Die Zahl der Opfer unter den Verbrauchern geht sicher schon in die Tausende, die stillschweigend zahlen, um Ärger mit ihrem Mobilfunkunternehmen zu verhindern.

Smartphone-Akkus als Verschleißteile – oder: Wie manche Mobilfunkanbieter Gewährleistung abmoderieren

Schon mancher leidgeplagte Smartphone-Besitzer hat diese Arie erlebt. Noch innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist gibt der Smartphone-Akku den Geist auf oder hält nur noch ein bis zwei Stunden. Smartphone.Akkus sind nämlich die absolute Schwachstelle eines Smartphones, mag es sonst auch noch so gut sein.

Wie manche Mobilfunkanbieter ihre Kunden verschleißen lassen!

Geht man in den Laden seines Mobilfunkanbieters, wird man sofort ohne nähere Prüfung des defekten Akkus abschlägig beschieden:

„Smartphone-Akkus sind Verschleißteile, da gilt nur eine Gewährleistungsfrist von sechs Monaten!“

Natürlich ist das nur halb-richtig, spart aber dem Händler den Aufwand einer lästigen Reklamation. Dabei bleibt der Kunde – seiner gesetzlichen Gewährleistungsrechte von zwei Jahren beraubt – im Regelfall hilflos zurück. Richtig ist, dass nach sechs Monaten der Kunde beweisen muss, dass sein Akku schon beim Kauf mangelhaft war, auch wenn sich der Mangel damals noch nicht gezeigt hat.

Warum auch Smartphone-Akkus mindestens zwei Jahre halten müssen

Dabei sind im Regelfalle Handy-Akkus, die keine zwei Jahre ohne wesentlich Leistungsabfall halten, im Regelfall mangelhaft, normalen Gebrauch vorausgesetzt. Oder hat Ihnen Ihr Händler etwa beim Kauf erklärt:

Ich muss Sie aber darauf hinweisen, unsere Akkus halten weniger als zwei Jahre. Nach einem Jahr ist ein neuer Akku fällig und den müssen Sie natürlich selbst kaufen.

Machen Sie die Probe auf’s Exempel. Gehen Sie mit Ihrem defekten Smartphone-Akku zu Ihrem Handyprovider oder zum Laden Ihres Händlers.

Dann wissen Sie, ob Ihr Mobilfunk-Provider gut ist und ob sie ihm auch in Zukunft vertrauen können.

Die Antwort gibt Ihnen Ihr Mobilfunk-Provider und zwar innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist von zwei Jahren. Nch bevor Sie Ihren Smartphone-Vertrag verlängern.

Bestätigungen von Mobilfunk-Providern, dass sie defekte Smartphone-Akkus innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist anstandslos auswechseln, nehmen wir gerne entgegen. Wir werden dann natürlich unter Namensnennung des Providers darüber berichten.

Hilflose Hotlines können wunderbar sein!

Wer kennt sie nicht, die Hotline, die nicht helfen kann?

In unserer fast schon volldigitalisierten Welt werden IT-Innovationen gerne überfallartig eingespielt. Der Kunde merkt’s nur dann wirklich, wenn die Innovation nicht funktioniert.

Dann gibt es mehrere Schritte „professionellen“ Fehlermanagements:

  • Vereinzelung des Kunden, dem mittelbar verdeutlicht wird, Schuld hat nur dessen  Inkompetenz, Merkmale: Störungsseiten, die keine oder nur alte Störungen anzeigen und deren Fake-Charakter man nicht so schnell erkennt.
  • Verschlungene Kommunikationswege zum Nicht-Kontakt des Kunden, Motto: Und wenn er uns nicht erreicht und deswegen aufgibt, dann merkt er selbst, dass für uns sein Problem nicht so wichtig ist,
  • Das letzte Netz vor der Vertragsbeendigung pflegen dann Hotlines zu sein. Die können zwar häufig auch nicht helfen, sie können aber Empathie verströmen und damit eine Blitzableiterfunktion übernehmen, die den Kunden erdet. Dafür gelten natürlich die Regeln guter Hotline-Kommunikation, die eigentlich auch Regeln guter Kunden-Kommunikation sind:
    • Zeige dem Kunden, dass Du ihn und sein Problem verstanden hast.
    • Bestätige dem Kunden, dass er wieder an’s Netz muss. Gute Hotliners verwenden den Satz: Ich kann Sie da voll verstehen.
    • Zeige Dich bemüht, auch wenn Du nicht helfen kannst und betone: Ihnen muss geholfen werden.
    • Hilft alles nichts, so gestehe ein, dass an dem Problem noch gearbeitet wird und zeige Dich aber selbst weiter bemüht (z. B. biete einen Browserwechsel an, auch wenn er nichts hilft)
    • Biete an, dass sich der Kunde selbstverständlich dann, wenn auch das nicht hilft, sich wieder an die Hotline wenden kann.  Ein neuer Hotline-Kollege, eine neue Hotline-Kollegin kann dann diese Kundenbetreuung wieder von vorn beginnen.

Meldet sich der Kunde nicht mehr, dann ist zwar sein Problem nicht gelöst, er fühlt sich aber emotional mitgenommen und weiß, die Hotline kann’s eh auch nicht besser.

Nur noch Querulanten dringen bei solch empathischer Hotlinebetreuung weiter auf die Lösung ihres Problems.

Und diese Kunden nennt man dann „Problemkunden„. Hier kann eine Strategie sein, sich von diesen Kunden zu trennen, denn gute Kunden haben keine Probleme. ….

Das nennt sich dann positive Kundenselektion. Kunden die diese kennen, merken schnell, dass sie eigentlich kein Problem haben dürfen bzw. dieses aussitzen müssen. Ihr gutes Gefühl: Sie sind nicht allein, ihr Problem haben viele.

 

 

Haften Mobilfunkanbieter für unseriöse Abo-Dienste?

Natürlich haften Mobilfunkanbieter grundsätzlich nicht für ihre Diensteanbieter, insbesondere nicht im sogenannten WAP-Billing-Verfahren. Denn Mobilfunkanbieter sind natürlich grundsätzlich gutgläubig.

Dies kann allerdings nur solange gelten, solange Mobilfunkanbieter nicht bösgläubig sind. Sind Mobilfunkanbieter bösgläubig, kann dies ausnahmsweise sogar strafrechtliche Folgen, mindestens aber zivilrechtliche Folgen haben. Denn wer Straftätern die Vorteile der Tat sichert, begeht zumindest Beihilfe und begibt sich in einen Haftungsverbund mit dem eigentlichen Straftäter.

Dies gilt natürlich auch für Mobilfunkanbieter, die für unseriöse Diensteanbieter im WAP-Billing-Verfahren Geld einziehen und nach Abzug der entsprechenden Provision an Diensteanbieter abführen.

Zivilrechtlich haftet der Mobilfunkanbieter, der solche Gelder unseriöser Diensteanbieter einzieht, für weitergeleitete Gelder selbst, spätestens ab dem Zeitpunkt, ab dem er die Unseriosität des Diensteanbieters kennt und damit billigend in Kauf nimmt.

Ergänzender Hinweis: Die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur erklärt sich für solche Streitigkeiten zwischen Mobilfunkkunden und Mobilfunkunternehmen ausdrücklich als unzuständig.

Aber Mobilfunkanbieter treffen ja selbst die notwendigen Maßnahmen im Rahmen ihres Risikomanagements, um solche eigene Haftungsrisiken zu vermeiden.

Und vielleicht hat der Gesetzgeber auch noch den Mut, durch eine Gesetzesänderung die in den USA bereits üblichen Sammelklageverfahren auch in Deutschland einzuführen.

(wird fortgesetzt)

 

Arme, hilflose Mobilfunkanbieter?

 

 

 

Kaum zu glauben, wie hilflos Mobilfunkanbieter sich geben können! Größe spielt da keine Rolle.

Da führen sie vollmundig das Handypay-Verfahren als das scheinbar problemlose Mobile Bezahlen ein, entwerten diese eigentlich gute Geschäftsidee, indem sie ihre Drittanbieter-Vertragspartner nicht in ausreichendem Maße auf mögliche Unseriosität zu prüfen scheinen.

So könnten sie ohne Probleme die Spreu vom Weizen trennen.

Der Kunde ist gezwungen, sich selbst zu schützen und mit einer umfassenden Drittanbietersperre dem Mobilen Bezahlen endgültig Lebewohl zu sagen.

Und es gibt sicher auch Kunden, die dankend und enttäuscht gleich dem Mobilfunkanbieter die Treue kündigen.

Wo bleibt der Mobilfunkanbieter, der Kunden ausreichend gegen unseriöse Diensteanbieter schützt?

Bisher scheinen das Mobilfunkanbieter noch nicht nötig zu haben.

P.S.: Es gab 2011 schon einmal Mobilfunkanbieter, die sich als Abofallen-frei bezeichnet haben.

Abofallen: Selbst einige seriöse Mobilfunkanbieter bekommen sie nicht in den Griff?

Ja, es gibt sie wirklich, die seriösen Mobilfunkanbieter.

Doch auch diese müssen sich an ihrem Geschäftsgebaren und an ihren Compliance-Bemühungen messen lassen.

Und da kann man Erstaunliches zu Tage fördern.

Denn die Abofallen-Anbieter sind wieder unterwegs. Seit 2011 sind sie bereits mehr oder weniger erfolgreich unterwegs. Und nun droht anscheinend eine neue Welle, dieses Mal insbesondere bei Smartphone-Apps. Und manche Mobilfunkanbieter scheinen nach wie vor die Hand zu reichen, wie der Spiegel jüngst berichtete. Dabei könnten sie Verträge mit unseriösen Drittanbietern kündigen und sie aus ihrer Liste streichen. Allerdings müssten Mobilfunkanbieter dann insoweit auf ihre WAP-Provision bei unseriösen Anbietern verzichten.

Dabei wäre es für seriöse Mobilfunkanbieter so einfach, unseriösen Abofallen abzuschalten, wenn sie nur wollten. Aber anscheinend haben einige Mobilfunkanbieter noch nicht begriffen, dass sie das Handy-Pay-Verfahren damit selbst dem Tode weihen.

Gegenwärtig muss Verbrauchern daher empfohlen werden, bei ihrem Mobilfunk-Anbieter die Drittanbietersperre aktivieren zu lassen und damit das Handypay-Verfahren zu deaktivieren.

Noch werben Mobilfunkanbieter nicht mit dem Zertifikat „Abofallen frei“, obwohl Mobilfunkanbieter mit der Einhaltung der Abofallenfreiheit sicherlich ein gutes Geschäft machen würden.

Nebenbei bemerkt: Auch der Bundesgerichtshof sieht Abofallen als versuchten Betrug, Auch bei versuchtem oder vollendeten Betrug kann es Gehilfen geben,

Es ist also keineswegs aussichtslos gegen unseriöse Abofallen-Anbieter Strafanzeige zu erstatten.